Der tanzende Gott

Europa steht im Schatten der Diktatur. Freies Denken wird gefährlich.
In dieser Zeit schreibt Gustav René Hocke einen Roman, der seine Gegenwart nicht direkt benennt – sondern sie in das Gewand der Antike kleidet.
Der tanzende Gott, entstanden zwischen 1938 und 1943, gehört zu den seltenen literarischen Werken der sogenannten inneren Emigration. Hinter der Geschichte des jungen Arztes Alkmaion, der im 6. Jahrhundert vor Christus in der berühmten griechischen Stadt Sybaris in politische Intrigen, philosophische Debatten und menschliche Leidenschaften gerät, verbirgt sich ein vielschichtiges Gleichnis über Macht, Tyrannis und die Freiheit des Denkens.
Auf seiner Reise begegnet Alkmaion Philosophen, Künstlern, Hetären, Händlern und Tyrannen – Figuren einer Epoche, in der sich die geistigen Grundlagen Europas zu formen beginnen. Die antike Welt erscheint dabei nicht als archäologisches Museum, sondern als lebendige Bühne menschlicher Möglichkeiten.
Viele Jahrzehnte nach seiner Entstehung lässt sich Der tanzende Gott neu lesen: als literarische Wiederentdeckung, als geistiges Zeitdokument und als eindrucksvolles Beispiel der europäischen Tradition des großen historischen Romans, die Wissen, Erzählkunst und philosophische Reflexion miteinander verbindet.
Der tanzende Gott ist mehr als ein Roman über die Antike. Es ist ein Buch über die Freiheit des Geistes – geschrieben in einer Zeit, in der diese Freiheit bedroht war.

Genre
Erscheinungsdatum
04.08.2026
Erstveröffentlichung
Seiten
866
ISBN E-Book
978-3-95751-436-3